Ausgangslage:
Die Ostseefjord Schlei GmbH (OfS) feierte in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Bereits in der Gründungsphase stand die OfS Modell für die heute landesweit eingeführten und etablierten Lokalen Tourismusorganisationen (LTO). Bis heute ist die OfS die zentrale Destinationsmanagementorganisation (DMO) für die Region Schlei-Ostsee und hat sich in den vergangenen Jahren als regionale Plattform für Tourismus, Wirtschaft und Infrastrukturentwicklung etabliert. In zwei Jahrzehnten hat die OfS wiederholt bewiesen, dass sie Trends im Tourismus frühzeitig erkennt und erfolgreich in die regionale Entwicklung überführt.
Doch die Rahmenbedingungen für regionales Tourismusmanagement haben sich massiv verändert: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI), Klimawandel, sich wandelnde Gästeerwartungen, der Fachkräftemangel und die zunehmende Belastung kommunaler Haushalte stellen die OfS und ihre Partner vor neue Herausforderungen. Unter dem Hintergrund gesellschaftlicher Anpassungen stehen die DMO´s bundesweit unter großem Veränderungsdruck. Eine zukunftsfähige Neuausrichtung ist jedoch nicht eindeutig erkennbar. Klare Antworten auf die Frage nach der Rolle und den Aufgaben einer zukunftsfähigen DMO fehlen.
Aus dieser Situation heraus entstand die Projektidee, die OfS im Rahmen eines professionell begleiteten Prozesses strategisch weiterzuentwickeln – mit dem Ziel auch künftig als Impulsgeber regionaler Wertschöpfung zu wirken und somit die regionale Tourismusentwicklung und wirtschaftliche Wertschöpfung langfristig abzusichern. Denn sicher ist, die Aufgabenbereiche einer DMO werden sich künftig verändern. Da die OfS von öffentlichen Mitteln abhängig ist, muss eine klare Antwort gefunden werden, welche Aufgaben auch künftig von Wert für die regionale Entwicklung sind und welche dem freien Markt überlassen werden sollen.
Entwicklungsziele:
Das Vorhaben wird durch eine externe Fachberatung begleitet, welche bei der Konzepterstellung nachfolgende Maßnahmen umfasst:
– Analyse der Ausgangslage: Sichtung vorhandener Aufgaben- und Strukturpläne, Interviews mit Schlüsselakteuren, Benchmark-Analyse vergleichbarer LTOs, erste Einschätzung zur digitalen Reife.
– Bewertung und Potenzialanalyse und Handlungsempfehlungen: Tiefergehende Analyse zentraler Aufgabenbereiche der OfS (z. B. Touristinformationen, Infrastrukturmanagement, Marketingaufträge, Naturpark Schlei, Welterbe) im Hinblick auf Effizienz, Effektivität, Digitalisierung und Innovationspotenzial. Entwicklung konkreter Verbesserungsvorschläge, Abgleich von Selbst- und Fremdbild der Organisation.
– Präsentation und Abschlussbericht: Formulierung von strategischen Empfehlungen zur Neuausrichtung der OfS und zur politischen Umsetzung.
Alle Projektbausteine werden in Zusammenarbeit mit regionalen Tourismusakteuren und Kommunen erarbeitet.
Wirkung der Maßnahme:
Das Projekt leistet einen direkten Beitrag zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung, indem es sicherstellt, dass die OfS auch in Zukunft leistungsfähig, effizient und anpassungsfähig bleibt:
• Stärkung der lokalen Wirtschaft (SDG 8): Durch eine zukunftsfähige OfS wird die Region als Tourismusstandort gesichert und ausgebaut – davon profitieren Gastronomie, Übernachtungsbetriebe, Freizeitwirtschaft und Zulieferer.
• Einbindung regionaler Produkte und Dienstleistungen (SDG12): Das Projekt erarbeitet neue Kooperationsmodelle, die regionale Anbieter stärker in die touristische Wertschöpfungskette einbinden.
• Effiziente Nutzung kommunaler Mittel (SDG 17): Die Neuausrichtung der OfS zielt darauf ab, kommunale Zuschüsse effektiver einzusetzen, Doppelstrukturen zu vermeiden und Aufgaben zu fokussieren.
• Innovation & Digitalisierung (SDG 9): Digitale Tools und KI ermöglichen effizientere Arbeitsabläufe, bessere Erreichbarkeit der Gäste und eine stärkere Positionierung gegenüber Mitbewerberregionen.
•Netzwerkstärkung & Kooperationen (SDG17): Durch die Einbindung kommunaler und wirtschaftlicher Partner entstehen tragfähige regionale Netzwerke, die die wirtschaftliche Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit fördern.

